allgemeine Informationen zu Mobbing

Wie Du wirksam bei Mobbing reagieren kannst

Wenn Du gerade schikaniert wirst, wenn Du Dich geärgert, übergangen, verletzt fühlst, wie reagierst Du dann? Erkennst Du Dich in einer der folgenden Reaktionen wieder:

  1. Du bist so schockiert über die Dreistigkeit und darüber, was sie/er sich nun schon wieder Neues ausgedacht hat, dass Du „vor lauter Schreck“ gar nichts sagst und Dich zurückziehst.
  2. Du hast Angst vor einer Eskalation oder davor, dass eine Reaktion Deinerseits noch mehr Schikanen nach sich ziehen könnte, dass Du lieber gar nicht reagierst, quasi wegtauchst.
  3. Du fragst Dein Gegenüber, warum sie das tut, warum sie sich immer gegen Dich wendet, oder Du antwortest mit: „Das stimmt doch gar nicht!“, „Ich habe doch gar nicht… gemacht!“ oder ähnlichem.
  4. Du bist wirklich wütend auf Dein Gegenüber, es reicht Dir komplett und Du rastest aus. Wirst laut, überlegst Dir, wie Du es ihr/ihm heimzahlen könntest.
  5. Du gehst – wieder einmal – zu Deinem Vorgesetzten und beschwerst Dich (und bist innerlich auf 180, weil er natürlich wieder nichts machen wird….).

 

Wie aber nun solltest Du reagieren, damit die Schikanen und Mobbingattacken ein Ende finden?

Solltest Du überhaupt reagieren (siehe Punkt b)?

Die Antwort ist: Ja, definitiv solltest Du reagieren und zwar sofort, sobald Du Dich in irgendeiner Form verletzt fühlst. Solltest Du bereits länger schweigen oder Dich wegducken, solltest Du jetzt damit anfangen. Dann wird ein Ergebnis länger dauern, aber auch dann wird es funktionieren.

Wie aber sollte Deine Reaktion aussehen? Warum sind die Möglichkeiten c) und d) nicht zielführend? Weil Du emotional wirst und darauf eingehst, was Dein Gegenüber sagt oder tut. Er oder sie bekommt also den gewünschten Effekt: Du reagierst auf ihn, er löst etwas bei Dir aus, Du beachtest ihn usw.

Und Du stellst Dein Gegenüber (oder, bei Option e), Deinen Vorgesetzten) in den Mittelpunkt Deiner Überlegungen. Wo aber bist Du? Wo berücksichtigst Du Dich und das, was Dir wichtig ist?

Ideal ist es stattdessen, Deine Grenzen aufzuzeigen. Ihm oder ihr deutlich zu verstehen geben, dass Deine Grenze erreicht ist, dass Du so nicht mit Dir umgehen lässt. Und: Du hast es nicht nötig, auf den Inhalt des Gesagten einzugehen! Oftmals nimmt die Person nur irgendetwas zum Anlass, womit sie denkt, bei Dir den schnellsten Effekt zu erzielen.
Wenn Du dann auch noch höflich und sachlich dabei bleibst, ist die abgrenzende Wirkung noch größer.

Hilfreiche Sätze könnten z.B. sein:

* „Bitte mäßigen Sie Ihren Ton.“

* „Sie scheinen heute schlechte Laune zu haben. Das tut mir leid für Sie. Aber ich stehe als Blitzableiter nicht zur Verfügung.“

* „Sie möchten mir noch weitere Aufgaben übertragen? Mache ich gerne [! Ja!], aber dann werden die Aufgaben x,y,z, die sie mir gestern gaben, nicht in der von Ihnen gewünschten Frist erledigt sein.“

* „Es tut mir leid für Sie, dass es Ihnen offenbar heute nicht gut geht. Was ist denn passiert?“

* Bei Beleidigungen sehr hilfreich: „Wirklich? So etwas haben Sie nötig?“

… und ähnliches. Diese Sätze sind als Beispiel gedacht, in welche Richtung eine Reaktion gehen kann, die NICHT darauf eingeht, was das Gegenüber zu Dir gesagt hat, sondern die Dich und Deine Werte als Basis hat. Die stattdessen aufzeigt, dass nun eine Grenze überschritten ist, dass Du so nicht mit Dir umgehen lässt.

Absolute Voraussetzung ist, dass Du Deine Grenzen kennst. Und unverrückbar zu ihnen stehst.

 

Du weißt nicht, was oder wo Deine Grenzen sind? Oder hast du Schwierigkeiten, zu ihnen zu stehen, sie durchzusetzen? Kein Problem:

Schreib´ mir gerne eine Mail oder reserviere Dir einfach einen Termin für ein Klarheitsgespräch.

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